Taufe

 

Quelle: Ulrike Krumm, fundus-medien.de

 

Sie möchten Ihr Kind in unserer Kirchengemeinde taufen lassen?

Darüber freuen wir uns und wir begleiten Sie und Ihr Kind gerne bei diesem wichtigen Schritt.

Taufe heißt, wir Menschen sagen „Ja“ zu dem Versprechen Gottes, dass er unser Leben segnen und begleiten will.

Taufe heißt aber auch Aufnahme in die Gemeinschaft derer, die Jesus Christus nachfolgen. Durch die Taufe wird man Mitglied der Evangelischen Kirche und der Kirchengemeinde vor Ort.

Daher ist es uns wichtig, im Sonntagsgottesdienst zu taufen, damit wir gemeinsam als Gemeinde den Täufling begrüßen können und für ihn beten.

Die Vorbereitung

Um einen geeigneten Termin für die Taufe zu finden, ist es daher sehr wichtig, dass Sie sich frühzeitig mit dem Pfarramt in Verbindung setzen, denn manchmal sind die Sonntage schon mit anderen Terminen belegt (Konfirmation, „Spezialgottesdienste“ usw.).

Danach vereinbaren Sie mit dem/der Pfarrer*in einen Termin für ein Taufgespräch. Dieses findet in der Regel ca. 4-6 Wochen vor der Taufe statt.

Vorab können wir Ihnen gerne ein Infoheft zur Taufe zukommen lassen.

Im Taufgespräch geht es um die Bedeutung der Taufe, die Formalia (welche Bescheinigungen braucht es evtl.) und wie wir gemeinsam den Gottesdienst gestalten.

Die Pat*innen

Mit Einführung der Kindertaufe in der frühen Kirche wurde das sogenannten Patenamt geschaffen. Die Paten sprechen stellvertretend für das Kind das „Ja“ zum christlichen Glauben und zur Kirche. Daher müssen Paten*innen einer christlichen Konfession angehören.

Aus der Kirche ausgetretene Personen können darum nicht zum Patenamt zugelassen werden.

Das Patenamt gilt bis zur Konfirmation des Kindes – dort „bekräftigt“ (=confirmare) der/die Getaufte das „Ja“, dass damals zur Taufe von den Paten*innen gesprochen wurde. Der Konfirmandenunterricht ist dann der nachgeholte Taufunterricht.

 

Fragen und Antworten…

 
Wenn Jugendliche oder Erwachsene entscheiden, sich taufen zu lassen, dann ist das immer auch etwas ganz Besonders. Gerne kommen wir diesem Wunsch nach und sprechen mit Ihnen dann gemeinsam ab, wie diese Taufe aussehen kann und welche Vorbereitungen dazu nötig sind. Für Erwachsenentaufen brauchen wir etwas mehr Vorlaufzeit, daher bitten wir Sie, mind. 2 Monate vor dem gewünschten Tauftermin mit uns ins Gespräch zu kommen.
 
Wenn Sie Ihr Kind in einer anderen Kirche als Ihrer Heimatgemeinde taufen lassen wollen, brauchen Sie in der Regel einen sogenannten "Entlass-Schein". Diesen stellt Ihnen Ihr zuständiges Pfarramt in Rücksprache mit dem Pfarrer des gewünschten Taufortes aus.
 
Nach der offiziellen Bestimmung sollte zwar mind. ein Pate evangelisch sein. Aber für uns "reicht" es in diesem Fall, wenn ein Elternteil der evangelischen Kirche angehört.
 
Ja. Mit dem Austritt aus der Kirche hat die Person das Recht verwirkt, das kirchliche Patenamt übernehmen zu dürfen. Ausgetretene können zwar im Gottesdienst mitwirken, werden aber nicht auf das Patenamt verpflichtet, erhalten keine Patenurkunde und werden nicht als Paten vermerkt.
 
Auch wenn sich gute Verbindungen zerschlagen, so bleibt der Pate trotzdem weiterhin Zeuge der Taufe. Was einmal beurkundet ist, kann nicht wieder „gestrichen“ werden. Man kann allerdings jederzeit einen weiteren Menschen als Pate hinzunehmen, auch wenn er bei der Taufe nicht anwesend war. Und wichtig ist zu wissen, dass aus dem Patenamt keinerlei Rechte am Täufling entstehen! Dh. auch wenn z.B. den Eltern etwas zustoßen sollte, so ist der Pate keineswegs automatisch sorgeberechtigt.
 
In unserer Kirche ist Filmen und Fotografieren begrenzt und nur von einer Person erlaubt, sofern es keine Unruhe bringt und den Gottesdienst nicht zur "Showveranstaltung" werden lässt. Im Taufgespräch sollte dies konkret geklärt werden.