
Quelle: Leandra Kuhnert, fundus-medien.de
Der Konfirmandenunterricht hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt. Stand früher vor allem das Auswendiglernen von Texten im Vordergrund, so geht es heute um die christliche Begleitung der Jugendlichen in einer wichtigen Phase ihres Lebens.
Früher …
Den Konfirmandenunterricht selbst gibt es schon seit dem 16. Jahrhundert. Er entstand damals aus der Frage heraus, ob Erwachsene ihre "Säuglingstaufe" durch eine "Gläubigentaufe" wiederholen sollen. Man löste die Frage so, dass die Kindertaufe beibehalten wurde, Heranwachsende aber nachgeholten Taufunterricht erhalten und ihr "Ja" der Kindertaufe bekräftigen (latein. confirmare = bekräftigen) sollen. Daraus entstand schließlich die Konfirmation.
Heute …
Die Konfizeit heute soll nicht alle Fragen beantworten, sondern Jugendliche dazu motivieren, sich Fragen des Glaubens überhaupt zu stellen und zu entdecken, dass der christliche Glaube eine gute Sache ist, der Menschen Hoffnung schenken kann in sämtlichen Lebenslagen.
Zu unserem Konfikonzept gehören daher kooperative und sozialfördernde Spiele ebenso wie eine Konfifreizeit, Ausflüge oder die kreativ-künstlerische Auseinandersetzung mit verschiedenen (Glaubens)themen. Auch nehmen wir am Konfi-Cup teil und lernen dabei innerhalb kürzester Zeit, gemeinsam als Mannschaft Sport zu treiben.
Aktives Mitglied der Gemeinde sein
Wichtig ist uns ebenso, dass Konfis lernen und begreifen, dass sie mit der Konfirmation mündige Mitglieder unserer Kirchengemeinde werden. Das sog. "Priestertum aller Getauften" ist uns ein wichtiges protestantisches Grundprinzip. Konfis sollen Gottesdienste nicht "absitzen", sondern mitfeiern und als Gruppe auch gestalten.
"Konfi - meine Zeit"
– so bewirbt die Badische Landeskirche den Konfirmandenunterricht. Warum? Weil die Konfirmandenzeit maßgeblich davon lebt, was die Konfis daraus machen. Ob sie sich darauf einlassen können, als Konfi-Gruppe zusammenzuwachsen und sich auf den Weg zu machen. Ob sie bereit sind, gemeinsam ins Gespräch über Gott und die Welt zu kommen. Und ob sie dazu bereit sind, gewisse Verbindlichkeiten auch einzuhalten und andere Freizeitaktivitäten für 9 Monate auch mal zurückstellen können.
Wichtig ist dabei sicherlich, dass die Konfis von ihren Eltern in dieser Zeit unterstützt werden. Dazu wäre es auch wünschenswert, dass Sie Ihre Kinder, wenn möglich, in die Gottesdienste mit begleiten und sie besonders in den gemeinsam gestalteten Konfigottesdiensten nicht allein lassen. Es ist uns daher wichtig, dass Eltern und Konfis offen mit der Frage umgehen, ob der / die Jugendliche sich überhaupt konfirmieren lassen will und ob Sie als Eltern dazu bereit sind, dies auch zu unterstützen.
Die Anmeldung zur Konfirmation
In unserer Kirchengemeinde werden die Jugendlichen zur Konfirmandenanmeldung eingeladen, die derzeit die 7. Klasse besuchen bzw. zum Zeitpunkt der Konfirmation 14 Jahre alt werden. Von dieser Altersgrenze kann aber in begründeten Fällen auch abgewichen werden. Die schriftliche Einladung ergeht an alle evangelisch getauften Jugendlichen, die wir in unserer Meldedatei haben. Zudem wird der Anmeldetermin für den Konfiunterricht auch öffentlich gemacht (Presse, Hausener Woche).
Der Konfiunterricht
Der Konfirmandenunterricht findet dann jeweils am Mittwochnachmittag statt, da dieser gemäß einer Schulvereinbarung zwischen Evangelischer Landeskirche und Kultusministerium in der 8. Klasse für den Konfirmandenunterricht frei gehalten werden muss.
In unserer Kirchengemeinde beginnen wir den Konfirmandenunterricht im Juni/Juli und konfirmieren immer am Sonntag Kantate, also 4 Wochen nach dem jeweiligen Ostertermin.
