So ein Ding – Papierflieger
Man geht davon aus, dass in China bereits vor über 2000 Jahren Drachenflieger aus Papier gefaltet wurden. Auch sind erste Origami-Produkte aus dem 17. Jahrhundert bekannt. Insofern sind Papierspielzeuge keine neue Erfindung! Für den speziellen Bereich der Papierfliegerei gilt jedoch der Philosoph, Techniker und Gelehrte Leonardo da Vinci als Urvater. Neben den alltäglichen gefalteten Papierfliegern weltweit wurden vereinzelt auch erstaunliche Rekorde erzielt. So flog ein Papierflieger schon über 69 Meter weit, ein anderer über 30 Sekunden lang und das größte Papierflugzeug (2013) hat eine Spannweite von über 18 Meter. Obwohl es für diesen Jahrtausende alten Spaß noch keine offizielle Weltmeisterschaft gibt, veranstaltet Red Bull längst weltweite Papierflieger-Wettbewerbe.
So ein Gott
Ein Papierflieger besteht aus einem ganz alltäglichen Material und kann wahrlich begeistern. Wer es kann, hat ihn schnell gefaltet und schickt ihn dann auf eine spannende Reise. Die richtige Falttechnik, der angemessene Schwung und der ideale Wurfzeitpunkt bedingen die Flugweite, die Höhe, die Kurven und den Ort für die Landung. Sinn und Ziel eines Papierfliegers ist es durchzustarten, seinen Weg nach vorn zu meistern, möglichst weit zu fliegen und andere damit zu begeistern. Doch aus sich selbst heraus, kann das keinem Papierflieger gelingen. Er braucht den Schöpfer, den Gestalter, die feinfühlige starke Hand und die nötige Schwungkraft. Genauso wie wir! Jede und jeder von uns wurde einzigartig von Gott erschaffen. Genial und mit viel Fingerspitzengefühl hat Gott jede und jeden von uns mit dem ausgestattet, was wir für unseren Weg brauchen. Vor uns allen liegt ein weiter Raum, ein neuer Tag, eine großartige Welt und ein ganzes Leben. Dabei ist es gut, dass Gott in uns viele Gaben, Stärken, Ideen und Möglichkeiten hineingelegt hat. Wir können so Einiges schaffen. Aber, wie ein Papierflieger, nicht aus uns selbst heraus. Denn alles, was wir sind und haben, kommt von Gott! Deshalb brauchen wir, damit der Flug bzw. unser Leben gelingt, die feinfühlige und starke Hand des Schöpfers. Er gibt uns die Schwungkraft und zeigt uns den Weg.
Aus Susanne Niemeyer „Als ob“, 2016
Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihre Diakonin Rebekka Tetzlaff