Nun wandte Gott sich zu der Erde,
damit auf ihr auch Leben werde.
So schuf er die Menge von Landtieren,
ob kriechend, ob laufend auf allen Vieren,
wie Würmer, Schlangen oder Schnecken
oder auch Fliegen, Mücken, Zecken,
ob Tiere mit und ohne Mähne.
Ob solche mit und ohne Zähne,
ob Schafe, Rinder, Ziegen, Pferde,
von manchen gleich ‘ne ganze Herde,
mit dicker Haut und dünnem Fell,
die einen langsam, andre schnell.
Wer weiß die Arten, wer die Zahl?
Gott schuf sie alle auf einmal.
Gab ihnen auch die Segensehren,
sich künftig selber zu vermehren.
Auch diese neue Schöpfungstat
bekam ein gutes Prädikat.
Doch unter allen Kreaturen
fanden sich noch keine Spuren
von einem Gottesbild,
das Gottes Wunschvorstellung füllt‘.
So sprach in feierlichem Ton
Gott mit dem Geist und mit dem Sohn:
„Lasst uns nach allen diesen Sachen
nun endlich Menschenkinder machen.
Damit wir alles irdisch Leben
In ihre gute Herrschaft geben.
Sie seien unserm Bilde gleich
und auch an Segensgaben reich.“
Und so geschah’s. Gott schuf sodann
die Menschen sich als Frau und Mann.
Er sah sie an und freute sich.
Das war’s wonach gesehnt er sich:
Wesen, seinem Bilde gleich,
anmutig schön, an Würde reich.
Die Menschen sollten all ihr Leben
so ihm, dem Schöpfer, Ehre geben.
Gott gab den beiden großen Segen,
auf Erden sehr viel zu bewegen
als Herrscher über Baum und Strauch
und all die vielen Tiere auch.
Sie gab Gott gern in ihre Hege
und ihre fürsorgliche Pflege.
Die Menschen sollten sich vermehren,
von Samen, Früchten sich ernähren,
wobei den Tieren dient zum Fraß
das grüne Kraut und auch das Gras.
Aus Lothar von Seltmann: „Die Bibel in Reimen“
Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihre Diakonin Rebekka Tetzlaff