Die Schöpfung Teil 1

- 01.08.2025 - 

7. Sonntag nach Trinitatis

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.
Epheser 2,19

Quelle: Radek Grzybowski, fundus-medien.de

Am Anfang aller unsrer Zeiten,
inmitten vieler Ewigkeiten,
da war noch nichts, schier gar nichts gar,
weil noch gar nichts erschaffen war.
Nur Vater Gott mit Geist und Sohn
war ewig schon auf seinem Thron,
umgeben von des Himmels Scharen,
die ständig ihm zu Diensten waren.
Die Erde war nicht und kein All,
kein Stern, kein Mond, kein Sonnenball.
Kein Wind verstärkte sich zum Sturm,
es gab nicht den geringsten Wurm,
den Löwen nicht, kein Dromedar,
weil eben nichts erschaffen war.
 
Es blühte nicht die kleinste Blume,
kein Weizen auf der Ackerkrume.
Kein Bienlein noch um Honig summte;
Kein Bär in tiefen Wäldern brummte;
Kein Hund auf einem Hof je bellte;
Kein Bösewicht empfing je Schelte;
Kein Guter erhielt je Belohnung;
Noch niemand brauchte eine Wohnung.
 
Es gab ja weder Mensch noch Tier,
noch Pflanze; gar nichts gab es hier
auf unsrer buckelkrummen Erde,
solange Gott nicht sprach: „Es werde!“
 
Und Gott, dem Herrn, in seiner Höh,
dem tat es in der Seele weh,
dass ihm in seinen seelgen Welten
so viele Schöpfungswerke fehlten,
die seinem Namen Ehre machten,
die ihm Preis und Anbetung brachten.
Viel Engelslob umgab ihn nur,
und das ohn‘ End‘ rund um die Uhr.
 
Es musst‘ ein Gegenüber her,
das ähnlich wie die Engel wär,
das doch auf eine andre Weise
ihn, Gott, in seiner Größe preise,
so quasi wie ein Bild, ihm gleich,
an Segensqualitäten reich.
 
So sprach Gott dann mit Macht: „Es werde!“
Und schuf so Himmel und auch Erde,
die freilich erst noch wüst und leer.
Die Ordnung musste später her.
Ein Chaos noch voll Dunkelheit
Erfüllt‘ die Gegend weit und breit.
 
Aus Lothar von Seltmann: „Die Bibel in Reimen“
 
Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihre Diakonin Rebekka Tetzlaff
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Rebekka Tetzlaff

Quelle: Rebekka Tetzlaff

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