Als Meer oder Ozean bezeichnet man die miteinander verbundenen Wassermassen, die etwa 2/3 die erste Oberfläche ausmachen. Die größten davon sind der Pazifische, Indische und Atlantische Ozean, die durch die Kontinente voneinander getrennt werden. Meere faszinieren nicht nur durch ihre Größe, Tiefe und Vielfalt der Lebewesen, sondern sie sind auch Nahrungsgrundlage für Mensch und Tier und produzieren mehr als 2/3 allen Sauerstoffs der Erdatmosphäre. Das Meer und seine Bewohner haben viele Superlative zu bieten. Einer davon ist der Marianengraben, der mit etwa 11.000 Metern die tiefste uns bekannte Stelle im Meer ist. Eine weitere Superlative ist das Tote Meer, das mit etwa 28% den weltweit größten Salzgehalt hat, oder die Nordsee, an deren Küste sich zweimal am Tag Ebbe und Flut abwechseln.
So ein Gott
Ich liebe es, am Meer zu sein, auf das Wasser zu schauen und über dessen Macht und Größe zu staunen! Denn schon beim ersten Blick habe ich das Gefühl, das Meer sei endlos. Wasser und Himmel vereinen sich am Horizont – Anfang und Ende sind nicht erkennbar. Ganz zu schweigen davon, dass ich am Strand im flachen Wasser stehen kann, während es andere Meeresstellen gibt, die so tief sind, dass wir Menschen dort noch nie den Meeresboden gesehen haben – noch nicht einmal mit Hilfe von U-Booten oder Robotern. Das Meer ist lebendig! Lebewesen in allen Größen und Formen tummeln sich in ihm. Von der Wasseroberfläche bis hinab in die tiefsten Tiefen ist das Meer ein Raum des Lebens. Ja, Wasser schenkt Leben und macht Leben erst möglich. Doch zugleich kann mehr Wasser auch so gewaltig sein, dass Leben unmöglich wird. Sturmfluten, ein Strudel, Sog oder auch nur Ebbe und Flut zeigen die Macht des Meeres. Ich liebe es, auf das Meer zu schauen und zu staunen. Denn trotz aller Technik, Forschung und dem Wissen vieler Jahrhunderte hält das Meer noch einige Geheimnisse vor uns Menschen verborgen.
Ganz ähnlich geht es mir, wenn ich Gott anschaue – an ihn denke. Ich spüre und erlebe, dass er da ist, aber dennoch sind mir sein Anfang und sein Ende verborgen.
Viel größer und mächtiger als jedes Meer hat Gott die Macht über den Tod und das Leben. Ja, erst durch ihn als Schöpfer ist Leben möglich. Auch gibt es so viele Eigenschaften, Wahrheiten und Facetten Gottes, die ich bislang nicht ganz verstehen kann oder noch nicht entdeckt habe. Wir Menschen, Forscher und Entdecker, bleiben dran, das Meer immer besser zu verstehen und zu ergründen. Doch vielmehr lohnt es sich, Gott immer besser kennenzulernen und sein Wesen mehr und mehr zu entdecken! Gott sehnt sich danach und lädt uns ein, dass wir sein Wort immer tiefer ergründen, um so in seiner Gegenwart immer wieder neu zu staunen!
Aus Andrea Kühn: „So ein Ding 2“, 2020
Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihre Diakonin Rebekka Tetzlaff