Gott aber sieht das Herz an

- 28.08.2026 - 

13. Sonntag nach Trinitatis

„Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“
(Matthäus 25,40b)

Quelle: Isaac Quesada, fundus-medien.de

Ein beliebter Bibelvers steht im 1. Samuel 16,7:
„Der Mensch sieht was vor Augen ist, ich aber sehe das Herz an.“ So sagt es Gott zum Propheten. Der hat im wahrsten Sinne des Wortes einen Sch***-Job. König Saul ist ein schlechter König. Er ist böse zu seinem Volk und selbstsüchtig. Samuel soll, so beauftragt ihn Gott, einen neuen König suchen. Der einzige Hinweis: es ist einer von Isaiahs Söhnen. Wenn Saul davon erfährt, ist Samuel einen Kopf kürzer. Dennoch macht er sich auf den Weg und sieht sie sich alle an, die Söhne Isaiahs. Sie sind stark und groß und erprobte Kämpfer. Jeden von ihnen hält Samuel für einen guten König. Doch jedes Mal sagt Gott „Der ist es nicht.“ Schließlich holt Isaiah widerstrebend seinen jüngsten Sohn, als alle anderen ausgeschlossen sind. David ist ein halbes Hemd. Eigentlich noch ein Kind. Und Samuel hat absolut keine Lust, ihn zum König zu machen. Das kann doch nicht sein, denkt er.
Da sagt Gott zu ihm: „Der Mensch sieht was vor Augen ist, ich aber sehe das Herz an.“
Gott kennt alle unsere Herzen. Unsere Schwächen und Gaben. Und er kennt unseren Weg. Weiß, wo wir gebraucht werden.
 
Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihre Diakonin Rebekka Tetzlaff