Vergebung

- 03.07.2026 - 

5. Sonntag nach Trinitatis

„Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es."
(Eph 2,8)

Quelle: Hugo Ruiz, fundus-medien.de

Unsere neue Diakonin Annika Huber hat ihren Dienst in Schopfheim angetreten und verfasste folgenden schönen Text für den Newsletter der Kirchengemeinde.
 
Kennen Sie das Gefühl? Jemand, der Ihnen nahesteht, hat Sie verletzt und die Enttäuschung darüber ist so groß, dass eine Aussprache für unmöglich gehalten wird. Mir fallen einige dieser Momente ein und Ihnen sicher auch.
Doch genau in diesen Situationen kann es helfen einen Blick in die Bibel zu werfen. Genauer gesagt in das Buch Micha, Kapitel 7. Mich hat besonders Vers 18 berührt. Denn dort findet sich das Wesen Gottes.
„Ja, er hält nicht für immer fest an seinem Zorn. Denn die Güte liegt ihm mehr am Herzen.“ (BasisBibel)
Dieser Vers ist die Zusage, dass Gott kein Buch führt, in der jede unserer Verfehlungen genau notiert werden, um sie uns dann irgendwann vorzuhalten. Denn Gottes Wesen ist nicht Zorn, sondern die Güte und Liebe.
Vielleicht ist genau das die Einladung an uns heute: Uns eine „Scheibe“ dieser Eigenschaft Gottes abzuschneiden. Natürlich ist das leichter gesagt als getan, denn die Verletzung ist immer noch da. Doch Vergebung ist nicht dasselbe wie das Gutheißen der Tat, es ist das Vertrauen, dass Gottes Güte, die wir in uns tragen größer ist als der Schmerz.
Lassen Sie es uns in diesen Wochen angehen! So handeln, wie Gott an uns handelt: Nicht im Zorn bleiben, sondern der Güte Platz schaffen.
Dafür wünsche ich Ihnen alles Gute und ein Stück von Gottes Güte
Diakonin Annika Huber, Juni 2026
 
Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihre Diakonin Rebekka Tetzlaff