Haben Sie dieses Jahr zufällig schon eine Schafherde draußen auf der Weide gesehen?
Manchmal kann man sie jedenfalls noch sehen: Hirten mit ihren Schafen. Was romantisch aussieht, ist harte Arbeit. In der Bibel ist der Hirte eines der bekanntesten Bilder für Gott. Der Hirte sorgt dafür, dass die Herde frisches Wasser und Gras findet und sicher weiden kann – und die Schafe wissen, wo sie hingehören und wo sie sicher sind. Gewiss hat das Bild auch seine Grenzen. Ich – ein Schaf? Wenn Sie in diesen Tagen zu einem Frühlingsspaziergang aufbrechen, kommt Ihnen vielleicht der Hirtensonntag in den Sinn, den wir vor zwei Wochen feierten. Wo haben Sie sich gut versorgt gefühlt? Welche sind die schlechten Hirten, die das Schwache nicht stärken und bei Gefahr davonlaufen? Wo achten Sie gut auf sich und auf andere? Wo hat jemand auf Sie geachtet? Wo wären Sie vielleicht auch gerne aus der Herde ausgebrochen?
Pfarrerin Nina Reichel, 2026
Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihre Diakonin Rebekka Tetzlaff

