Grenzlinien

- 03.04.2026 - 

Ostersonntag

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“
Offenbarung 1,18

Quelle: Pisit Heng, fundus-medien.de

Unter dem Eindruck der Internationalen Woche gegen Rassismus und den Begegnungen mit dem Künstler Francesco Piobbichi in unserem Kirchenbezirk schreibe ich diese Zeilen. Je länger ich ihm zuhöre, desto tiefer sackt das Gehörte. Er lässt uns hineinblicken in den „Karfreitag“ der Vielen, die nach Europa flüchten.
Ohnmacht breitet sich aus, wenn man ihm zuhört. Es ist so weit weg. Francesco weiß das. Er ist nah dran. Er hört hin. Er sieht hin. Und er malt und erzählt. Am Ende seiner Erzählungen macht er es praktisch: Schaut, das kann man tun. Das tue ich und das könnt ihr tun, auch aus der Ferne.
Am Kreuz erkennen Christinnen und Christen Gottes Liebe. Das bleibt unfassbar herausfordernd, durch die Jahrhunderte hindurch. Wer aber Menschen in ihren dunklen Stunden begleitet – so wie wir das in Kirche und Diakonie tun und uns dabei so Vielen verbunden wissen, die mit uns unterwegs sind – weiß, was es bedeutet, dass unser Gott auch durch das Dunkle mit uns geht, weil er es kennt.
 
Aus dem Kirchenbezirksnewsletter zu Ostern 2026 von Dekanin Esther Philipps
 
Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihre Diakonin Rebekka Tetzlaff