Spaghetti sind Nudeln. Jede einzelne Spaghetti ist 25 cm lang und hat gekocht einen Durchmesser von etwa 2 Millimetern. Die Nudel sowie die Bezeichnung stammen aus Italien. Ins Deutsche übersetzt bedeutet „Spaghetti“ soviel wie „Schnürchen“ beziehungsweise „kleine Schnüre“. Besonders gern werden Spaghetti zusammen mit Tomatensoße, Bolognese, Carbonara, Pesto, Oliven und Öl, Zucker und Zimt oder einfach nur mit Ketchup gegessen. Allerdings möchte ich erwähnen, dass es rundum Spaghetti mehrere 100 Rezeptvariationen gibt. Nicht zuletzt deshalb ist es für uns heute kaum vorstellbar, dass Spaghetti erst seit gut 60 Jahren bei uns in Deutschland bekannt und beliebt sind.
So ein Gott
Spaghetti gehören zu den beliebtesten Nudeln von Kindern. Dabei ist es gar nicht so einfach, sie gut und ordentlich aufgerollt in den Mund zu bekommen. Schon vor dem Kochen wandert so manches Stück der harten Nudel in unsere Münder. Doch der leckere Geschmack der Nudel und die eigentliche Konsistenz kommen erst durch das Kochen zur Geltung. Das ist ihre Bestimmung!
Und genau in diesem Punkt gibt es eine Ähnlichkeit zwischen uns und Spaghetti! Alles beginnt damit, dass die Nudel schon in der Verpackung eindeutig als Spaghetti erkennbar ist. Auch wir sind von Geburt an eindeutig als Menschen – als Geschöpfe Gottes – zu erkennen. Die Spaghetti kann ihren Auftrag erst erfüllen, wenn sie eine gewisse Zeit im sprudelnd heißem Wasser kocht. Wir Menschen brauchen natürlich kein Bad in kochendem Wasser, um unsere Bestimmung – unseren natürlichen Auftrag – zu entdecken. Wir brauchen Gott! Wir brauchen seine Liebe, die uns trägt, uns leitet und uns zu einer wahren Köstlichkeit werden lässt! Gemeint ist damit, dass durch Gottes Liebe und seinen guten Geist unsere Herzen, unser Denken und somit auch unser Handeln verändert wird. Das bedeutet, dass unsere oft zu harten und ungerechten Herzen mit Liebe und Wertschätzung gefüllt werden, bis sie überlaufen und andere daran teilhaben lassen. Ganz zu schwiegen von den noch unausgereiften Gaben, die in uns stecken! Denn mit Gottes Hilfe werden sie in und durch uns Großartiges bewirken.
Sowie harte und rohe Spaghetti durch kochendes Wasser zu einer wahren Köstlichkeit werden, können auch wir in Gottes Liebe zu einer einmaligen Köstlichkeit werden – für ihn und andere.
Aus Andrea Kühn: „So ein Ding 2“, 2020
Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihre Diakonin Rebekka Tetzlaff